Das B-Programm

Nördlich des kleinen Örtchen Saulny bei der Stadt Metz liegt westlich der Straße D7 in einer tiefen Geländespalte ein kleines halbverfallenes Häuschen. Wanderer kommen hier selten vorbei und wenn, würdigen sie dem kleinen Bauwerk hinter einem völlig verrosteten Maschendrahtzaun kaum eines Blickes. Doch ein Blick in die Ruine lohnt sich denn hier befinden sich noch Reste einer Hochtechnologie aus der Zeit um 1900. Es handelt sich  um das Wasserversorgungswerk einer ehemals gewaltigen Festungsanlage, nämlich der deutschen Panzerfeste Lothringen und der Infanteriestellung Kellermann.

Die bauarchäologische Aufarbeitung , das heißt die bautechnische und maschinenbautechnische Rekonstruktion dieser Anlage, ist  eines der Projekte, die die ASF im Zuge ihrer Erforschung der Technologie der deutschen Reichsfestungen von Metz und Thionville (vormals Diedenhofen) bearbeitet. Das Ganze gehört zu einem Forschungsprogramm, die Technologie der deutschen Reichsfestung zu ergründen, die sich nach 1885  dem Zwang unterworfen sah, auf die Entwicklung der gezogenen Geschützläufe und der Brisanzmunition zu reagieren.

 

Bild B-Programm

Vermutlich sah das Häuschen, das heute sehr zerstört ist, mal so aus, wie hier die Originalzeichnung aus dem Archiv K.-H. Lambert. Die bauarchäologische Untersuchung wird die Aufklärung bringen.

B-Programm 2

Reste der Gasmotorpumpe Deutz, Baujahr 1913  © J.K.